
Hidden Hunger bezeichnet eine unzureichende Versorgung mit essenziellen Biofaktoren trotz ausreichender oder hoher Kalorienzufuhr. Begünstigt wird sie durch eine Ernährung mit vielen hochverarbeiteten, energiedichten und zugleich nährstoffarmen Lebensmitteln. Konkret bedeutet das: Eine ausreichende Energiezufuhr schließt einen Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen nicht aus.
Hidden Hunger im Fokus der Forschung
Das EU-Forschungsprojekt Zero Hidden Hunger EU untersucht von 2024 bis 2027 Versorgungslücken, Risikogruppen sowie gesundheitliche und gesundheitsökonomische Folgen in Europa. Ziel ist es, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Biofaktorenversorgung abzuleiten.
Wer besonders betroffen ist
Ein erhöhtes Risiko tragen Menschen, die regelmäßig mehr Energie aufnehmen, als sie verbrauchen, dabei aber zu wenig biofaktorenreiche Lebensmittel essen. Typisch sind viele Snacks, Süßgetränke, Weißmehlprodukte, Fast Food und Fertiggerichte bei gleichzeitig geringem Verzehr von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und anderen nährstoffreichen Lebensmitteln. Besonders aufmerksam sollte man bei Kindern und Jugendlichen, älteren Menschen sowie Menschen mit eingeschränkten finanziellen oder zeitlichen Möglichkeiten sein. Denn eine hohe Kalorienzufuhr sagt wenig darüber aus, ob der Körper ausreichend mit essenziellen Biofaktoren versorgt wird.
Fazit: Entscheidend für eine gute Biofaktorenversorgung ist nicht allein die Kalorienzufuhr, sondern vor allem die Qualität der Ernährung. Eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl bildet dafür die Grundlage. Bei erhöhtem Risiko kann es sinnvoll sein, die Ernährungsgewohnheiten und gegebenenfalls den Biofaktorenstatus genauer zu betrachten.
Weitere Informationen zu Biofaktoren finden Sie hier.
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