Tipp der Woche: Hidden Hunger und Biofaktorenmangel

Viele Menschen sind gut ernährt und dennoch nicht optimal versorgt - ein Phänomen, das als Hidden Hunger bezeichnet wird. Gemeint ist ein Mangel an essenziellen Biofaktoren wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen - und das trotz ausreichender oder sogar übermäßiger Kalorienzufuhr.

Das EU-Forschungsprojekt Zero Hidden Hunger zeigt, dass dieser „versteckte" Biofaktorenmangel weit verbreitet ist. Besonders häufig betroffen sind Vitamin D, Folsäure, Vitamin B12 sowie Magnesium, Eisen oder Jod. Diese Biofaktoren sind an zentralen Prozessen beteiligt – von der Immunabwehr über den Energiestoffwechsel bis hin zur Muskel- und Nervenfunktion.

Das Tückische: Ein Mangel bleibt oft lange unbemerkt. Statt klarer Symptome zeigen sich unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Konzentrationsprobleme oder eine verzögerte Regeneration.

Was bedeutet das für den Alltag – und für die Praxis?

Satt sein ist nicht gleich gut versorgt. Eine optimale Versorgung mit Biofaktoren ist ein zentraler Baustein für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und erfolgreiche Prävention.

Für Verbraucher gilt: Achten Sie nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität Ihrer Ernährung. Eine abwechslungsreiche, möglichst unverarbeitete Kost bildet die Basis für eine gute Versorgung mit Biofaktoren.

Für Therapeuten lohnt es sich, Hidden Hunger als möglichen Hintergrundfaktor mitzudenken. Gerade bei unspezifischen Beschwerden oder chronischen Erkrankungen kann eine unzureichende Biofaktorenversorgung eine Rolle spielen, die gezielt ausgeglichen werden sollte.

Biofaktoren für die Gesundheit: Mehr erfahren

Ausführliche Informationen zu den hier genannten und weiteren Biofaktoren finden Sie hier.

 

 

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