Aktuelle Studie bestätigt: - Mehr Magnesium – geringeres Diabetes-Risiko

Februar 2011

Mit zunehmendem Bauchumfang wächst bekanntlich auch das Diabetes-Risiko. Überernährung in Verbindung mit Bewegungsmangel gilt als Hauptursache der rasant steigenden Diabetes-Häufigkeit. Doch offensichtlich trägt ein weiterer, bisher unterschätzter Aspekt der heutigen Ernährung dazu bei, dass der Blutzucker außer Kontrolle gerät: Auch ein Defizit an Magnesium fördert die verbreitete Stoffwechselstörung. Darauf weist jetzt erneut eine große Studie hin, die in der renommierten Fachzeitschrift „Diabetes Care“ (33: 2604-2610, 2010) veröffentlicht wurde. Der vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthaltene Mineralstoff zählt zu den „Verlierern“ der hoch verarbeiteten modernen Kost.

Ein internationales Forscherteam um Dae Jung Kim von der Universität von North Carolina (USA) untersuchte die Ernährungsgewohnheiten und Blutwerte von 4.497 Amerikanern im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Zu Beginn der Studie hatte keiner der jungen Menschen einen Diabetes, nach 20 Jahren waren 330 der Teilnehmer von der Stoffwechselstörung betroffen. Dabei beobachteten die Wissenschaftler, dass sich bei den Personen mit der niedrigsten Magnesiumaufnahme und den niedrigsten Magnesiumkonzentrationen im Blut deutlich häufiger ein Diabetes entwickelt hatte als bei den Personen mit der besten Magnesiumversorgung. Letztere hatten zu Protokoll gegeben, dass sie regelmäßig magnesiumreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte essen oder den Mineralstoff durch Präparate ergänzen. Ihre Diabetes-Häufigkeit war um 47% niedriger als in der Gruppe, die am schlechtesten mit dem Mineralstoff versorgt war. Mit Hilfe weiterer Blutwerte lieferten die Wissenschaftler auch mögliche Erklärungen für den Zusammenhang: Sie beobachteten, dass bei unzureichender Magnesiumversorgung das Insulin, das Schlüsselhormon des Zuckerstoffwechsels, schlechter wirkt. Diese so genannte Insulinresistenz ist die Ursache des häufigen Typ 2-Diabetes. Sie wird auch durch Überernährung und Bewegungsmangel verschlimmert.

Auch das Herzinfarkt-Risiko steigt
Schon aus früheren Studien ist bekannt, dass Magnesium die Wirksamkeit des Insulins verbessern kann. Das Hormon benötigt den Mineralstoff, um seine Signale übermitteln zu können. Enthalten die Körperzellen zu wenig Magnesium, kann die wichtige „Botschaft“ des Insulins, den Zucker vom Blut in die Zellen zu schleusen, nur unzureichend umgesetzt werden. In der Folge steigt der Blutzuckerspiegel an.

„Magnesiummangel fördert nicht nur einen Diabetes an sich, sondern auch die gefürchteten Begleit- und Folgeschäden der Stoffwechselstörung an Herz und Blutgefäßen“, gibt die Gesellschaft für Biofaktoren mit Bezug auf die aktuelle Studie zu bedenken. Dabei scheinen Entzündungen eine zentrale Rolle zu spielen. Wie die Wissenschaftler um Dae Jung Kim in Übereinstimmung mit Ergebnissen anderer Forscherteams zeigten, steigt bei niedrigen Magnesiumspiegeln auch die Konzentration des so genannten C-reaktiven Protein (CRP) im Blut an - ein Eiweißkörper, welcher bei entzündlichen Vorgängen vermehrt in der Leber gebildet und ins Blut abgegeben wird. Dieser Entzündungswert gilt als Risikofaktor für Gefäßschäden und Komplikationen wie Thrombosen und Herzinfarkte.

Risikogruppen: Im Zweifelsfall Magnesium ergänzen
Angesichts dieser Erkenntnisse empfiehlt die Gesellschaft für Biofaktoren der Magnesiumversorgung mehr Aufmerksamkeit zu schenken und den Mineralstoff im Zweifelsfall in Form eines geeigneten Präparats zu ergänzen. Das gelte insbesondere für Diabetiker, Herz-Kreislauf-Kranke und Menschen mit einem erhöhten Risiko für diese Leiden, wie Übergewichtige und Patienten mit Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck. In diesen Fällen seien Präparate von besonderem Nutzen, die Magnesium in Verbindung mit Orotsäure als Magnesiumorotat enthalten, raten die Wissenschaftler von der GfB. Denn die natürliche Substanz Orotsäure sorgt dafür, dass der Mineralstoff besser in den Körperzellen gebunden werden kann. Gerade der Magnesiumgehalt in den Zellen ist bei den genannten Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen häufig zu niedrig.

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