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| Dezember 2011 Bei Patienten, die wegen einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) mit einem Diuretikum (Entwässerungstabletten) behandelt werden, kann die Herzfunktion offensichtlich durch eine hoch dosierte Vitamin B1-Ergänzung verbessert werden. Darauf weisen die Ergebnisse einer aktuellen klinischen Studie hin, die jetzt in der Fachzeitschrift „Clinical Research in Cardiology“1 veröffentlicht wurde. „Bis zu 50 % der älteren Menschen werden in Industrienationen über längere Zeit mit einem Diuretikum behandelt“, sagen die Autoren der Studie um Andreas W. Schoenenberger vom Universitäts-Krankenhaus in Bern, Schweiz. Schon länger sei bekannt, dass diese Therapie mit einem erhöhten Risiko für einen Vitamin B1-Mangel verbunden ist. Denn das wasserlösliche Vitamin wird bei verstärkter Harnausscheidung mitgerissen und vermehrt über den Urin ausgeschieden. Einer früheren Studie zufolge sind 33% aller Herzinsuffizienz-Patienten von einem Mangel an Vitamin B1 (Thiamin) betroffen, obwohl viele von ihnen das Vitamin schon einnahmen. Die Studienleiter weisen darauf hin, dass ein unerkannter Thiaminmangel ein unterschätztes Problem bei diesen Patienten sei. Dem verleiht auch die Gesellschaft für Biofaktoren e.V. (GfB) Nachdruck: „Eine ausreichende Vitamin B1-Versorgung ist eine wichtige Basis für den Therapieerfolg bei Herzinsuffizienz“, kommentieren die Experten. Ansonsten könne die Diuretikatherapie unter Umständen ihr Therapieziel konterkarieren. Besonders problematisch sei die recht verbreitete Konstellation, dass ein Diabetiker mit einem Diuretikum behandelt wird, warnen die Wissenschaftler von der GfB. Denn auch die Stoffwechselstörung kann mit extremen renalen Thiaminverlusten und erniedrigten Thiaminspiegeln verbunden sein.2 Der Mangel belastet nicht nur das Herz-Kreislaufsystem, sondern fördert auch Nervenschäden (diabetische Neuropathie), von denen etwa jeder dritte Diabetiker betroffen ist. Auch das Risiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, ist bei Diabetikern mehr als doppelt so hoch wie bei Stoffwechselgesunden. Die Gesellschaft für Biofaktoren rät daher, sowohl bei Langzeittherapie mit einem Diuretikum als auch bei Diabetikern ein besonderes Augenmerk auf die Vitamin B1-Versorgung zu richten. Um einen Mangel auszugleichen oder diesem vorzubeugen sei eine orale Therapie mit der fettlöslichen Thiamin-Vorstufe Benfotiamin von Vorteil, da diese wesentlich besser bioverfügbar sei als wasserlösliches Thiamin. Quellen: Artikel als pdf Downloaden (sie benötigen für den Download Adobe Acrobat Reader--> hier downloaden) | |||||||||||||||||
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